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Wir Europäer! (5): Europa entdeckt die Nation (19. Jh.) Drehbuch & Regie: Anne Roerkohl
WDR, arte 2008, 45 Min.

Europa, das ist vor allem eine Geschichte komplexer Beziehungen, kultureller Vielfalt, unterschiedlicher Lebensweisen und zahlreicher Regionen. Bis zum Ende des Ost-West-Konflikts durch die friedlichen Revolutionen 1989 und den Zusammenbruch der Sowjetunion 1991 schien zumindest im Westen in Form der Europäischen Gemeinschaft die Vorstellung von Europa eindeutig zu sein. Aber seit der Wiederentdeckung Osteuropas und einem damit einsetzenden Prozess des Zusammenwachsens in den letzten Jahren wird an vielen Orten immer wieder die Frage nach einer europäischen Identität gestellt: Wer sind wir? Woher kommen wir? Was ist das Besondere an Europa?

Diesen Fragen geht die Doku-Reihe „Wir Europäer“ nach. In den chronologisch angeordneten sechs Teilen steht immer eine übergeordnete Idee im Vordergrund, die bis heute wirkungsmächtig ist und sichtbare Spuren hinterlassen hat. Die Serie setzt mit der Entdeckung des Individuums im 16. Jahrhundert ein und mündet in der Jetztzeit.

Folge 5 beschäftigt sich mit dem Streben nach Selbstbestimmung und wie aus der guten Idee der Nation verheerender Nationalismus wird. Drei Biografien arbeitet der Film auf: die des griechischen Freiheitskämpfers Rigas Velestinlis, des deutschen Industriellen Alfred Krupp und der österreichischen Pazifistin Bertha von Suttner.

Produktion: TAG/TRAUM Filmproduktion GmbH, Köln, im Auftrag des WDR/arte

Weitere Informationen unter: http://www.arte.tv/de/tv-programm/1972220.html

Rigas Velestinlis und der griechische Freiheitskampf
Alfred Krupp, 1812-1887
Sozialdemokratische Satirezeitschrift "Der Wahre Jacob", 7. Sept. 1895: "Einer traut dem Anderen nicht."
Bertha von Suttner auf dem Weltfriedenskongress 1907 in München