Newsletter 24.03.2026: Der „Kartoffelbefehl“ von 1756 – Unterrichtsimpulse & Schulfilm
Sehr geehrte Damen und Herren,
am 24. März 1756 erließ Friedrich II. von Preußen den sogenannten „Kartoffelbefehl“ an seine Beamten in Schlesien. Er gehörte zu einer Reihe von Verordnungen, mit denen der Anbau der bis dahin wenig verbreiteten Kartoffel gezielt gefördert werden sollte. Hintergrund waren wiederkehrende Hungersnöte sowie der Wunsch, die Ernährungssicherheit in Preußen nachhaltig zu verbessern.
Für den Unterricht bietet dieses historische Ereignis vielfältige Anknüpfungspunkte:
- Ernährung und Landwirtschaft im 18. Jahrhundert
- Staatliche Steuerung und Aufklärung
- Widerstand gegen Neuerungen in der Bevölkerung
- Vergleich mit heutigen Maßnahmen zur Ernährungssicherung
Ein besonders spannender Aspekt ist der Umgang mit der bis dahin herrschenden Skepsis in der Bevölkerung. Dass Friedrich II. Soldaten abgestellt habe, die auf seinen eigenen Gütern die Felder bewachten, um so die Menschen vom Wert der Kartoffel zu überzeugen – das gehört wohl ins Reich der Legenden, die seinen Ruf als volksnaher „Kartoffelkönig“ festigen sollten.
Dennoch: Das Beispiel der „Kartoffelbefehle“ eignet sich hervorragend, um mit Schülerinnen und Schülern über Strategien der Meinungsbeeinflussung, Akzeptanz von Innovationen und Parallelen zu modernem Marketing zu diskutieren.
In unserer Schulfilmproduktion „Absolutismus II – Staatsbildung und Aufklärung“ bringen wir Ihnen unter anderem die Person Friedrich II. von Preußen näher.
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